Repetition is the key

Repetition is the key

Dieser Satz begleitet mich schon mein ganzes Leben. „Repetition is the key“ oder auf deutsch „Wiederholung ist der Schlüssel“; Zum Beispiel Schlüssel zum Erfolg, produktivem Lernen oder automatisiertem Handeln. Ich habe das persönlich schon als Kind recht früh verinnerlichen dürfen: Das hat mir das Klavierspielen gezeigt. Als ich 4 war, saß ich zum ersten Mal am Klavier und habe schnell begriffen – durch das Wiederholen werde ich besser. Dieses Erfolgsgefühl begleitet seitdem mich in allem was ich mache: Ich weiss, wenn ich genug übe, werde ich darin besser. Eigentlich einfach!

Die Wiederholung spielt auch in unserem Sprachunterricht eine Kernrolle. So lernen bei uns Kinder auch die kniffligsten Wörter denn mit jeder Wiederholung fällt das Material leichter und leichter (wie zum Beispiel caterpillar, treasure chest oder hedgehog – allerdings fragt mich nicht warum genau diese Wörter am Anfang immer Probleme bereiten). Sabine Pauen, Entwicklungspsychologin an der Universität Heidelberg sagt „Kinder lernen am leichtesten, wenn sie etwas häufig wiederholen. So ist unser neuronales System geschaltet: Womit man ein paar Mal konfrontiert wird, brennt sich nun mal leichter in die grauen Zellen ein. “

Kinder sind von Natur aus sehr neugierig und lernen ohne großen Aufwand. Erwachsene daher haben öfter Schwierigkeiten mit genug Geduld und Ruhe das gleiche Material zu wiederholen. Wir werden schneller unruhig (überraschenderweise schneller als Kids), uns kommt das Ganze lächerlich rüber, wir wollen schnellen Erfolg sehen und somit beeilen uns durch den Lernprozess. Oft wird uns langweilig und wir brechen zu früh ab. Kinder haben diese Probleme (noch) nicht, und auch wenn sie unruhig werden haben wir ein ganzes Sortiment an Tools, wie wir jedes Kind wieder neugierig und lernbegierig machen können. Somit können wir durch Wiederholung große Erfolge erreichen. Durch die Wiederholung schaffen wir es, das Wissen oder die Fähigkeiten vom Bewussten ins Unbewusste umzuwandeln, sodass die Sprache wie von alleine abgerufen wird. Das Material wird mit jeder Wiederholung einfacher und bald sitzt das Wissen fest im Hirn. Wer hat schon mal Walzer tanzen gelernt? Ich habe es zumindest probiert… Am Anfang dachte ich an jeden Schritt, weil ich das bewusst ausüben musste, irgendwann aber – mit genug Wiederholung – gelangte es ins Unbewusste und ich musste daran nicht denken.

Dieser Prozess findet bei uns in jedem Unterricht statt. Wir wenden den Ansatz der Wiederholung stetig in unserer Methodik an: Wir wiederholen das Material auf unterschiedlichen Ebenen und fördern so Schülerinitiativen und Eigenverantwortlichkeit. So werden beispielsweise neue Vokabeln nach dem Lernen regelmäßig wiederholt und abgefragt, und weiterhin in Form von Spielen, Basteln, Liedern oder Bewegungsaufgaben gelernt. Je mehr Kinder die gleichen Wörter hören, desto besser prägen sich diese ein. Und wenn die Wörter auch noch in unterschiedlichen Situationen auftauchen wird das Lernen nie langweilig und wirkt auch nicht zu eintönig. Jackpot!

Auch das länger zurückliegende Material wird von uns nicht vergessen. So verbinden wir oft neue Themen mit bereits gelernten Wörtern, oder erweitern das Wissen mit neuem Input. Es macht so viel Spaß im Unterricht, wenn der Wortschatz immer größer wird: Den Kindern und den Lehrern zugleich.

Könnt ihr auf etwas zurück blicken, was ihr vor kurzem gelernt habt? Merkt ihr das Muster der Wiederholung? Wie oft denkt ihr an etwas, was ihr immer wieder ausübt?

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